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By Jörg Beißel

Die Beschaffung gehört heute aufgrund der hohen Arbeitsteilung zwischen den Betrieben zu den zentralen Erfolgsfaktoren von Unternehmen. Die Auswahl leistungsfähiger Lieferanten beeinflusst den Unternehmenserfolg maßgeblich. Die Entwicklung der Unternehmensstrategien hin zu einer Konzentration auf "Kernkompetenzen" unterstreicht die Bedeutung der Beschaffung ebenfalls, da durch vermehrtes Outsourcing tendenziell mehr Bestandteile der Endprodukte zugekauft werden.

Jörg Beißel analysiert die Abnehmer-Lieferanten-Beziehung als zentralen Baustein der Beschaffung. Für verschiedene Güterkategorien untersucht der Autor Probleme, die aufgrund asymmetrischer Informationsverteilung entstehen. Mit Hilfe der Informationsökonomie leitet er Handlungsempfehlungen ab, welche anschließend mit empirisch beobachteten Verhaltensweisen konfrontiert werden. Ein praktischer Anwendungsfall zeigt, dass die theoretisch abgeleiteten Ergebnisse teilweise über den Charakter von Gestaltungsempfehlungen hinausgehen und direkt in der Praxis implementiert werden können.

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117 Sind die relevanten Eigenschaften eines Gutes erst bei dem Ge- oder Verbrauch des Gutes fUr den Nachfrager beobachtbar, so spricht man von einem Erfahrungsgut. Dabei besteht zwischen Such- und Erfahrungseigenschaften folgende Beziehung: Da die Ermittlung von Sucheigenschaften vor dem Kauf in der Regel Kosten verursachen wird, ist auch bei diesen Eigenschaften grundsatzlich zu iiberlegen, ob sie nicht durch Erfahrung ermittelt werden sollen. Zur Entscheidung, wie diese Eigenschaften festgestellt werden sollen, sind die ex ante entstehenden Suchkosten denen bei "Lemen durch Erfahrung" gegeniiber zu stellen.

Nur noch schlechte Wagen (bzw. Lemons) auf dem Mark! gehandelt werden. Akerlof zeigt fur eine stetige a priori-Wahrscheinlichkeitsverteilung tiber die Qualitiitsniveaus, dall es zu einem volligen Zusammenbruch des Marktes kommen kann. Dies ist allerdings nicht zwingend, sondern hangt unter anderem von der Anzahl der Qualitiitsstufen und der Wahrscheinlichkeitsverteilung tiber die verschiedenen Typen ab, vgl. dazu Kreps (1990), S. , fur ein intuitives Beispiel. Streng genommen wird dies einen risikoneutralen Abnehmer nicht stOren, da auch die Chance besteht, eine bessere als die von ilnn bezahlte Qualitiit zu erhalten.

109f. 4. 104 Vgl. dazu auch Koppelmann (2000), S. 74. 105 Damals betrug def Marktanteil der Kiekert AG bei SchlieBsystemen fur Automobile 80%. Asymmetrische Infonnationsverteilung in der Beschaffung 35 Ford an Kiekert, als auch Kiekert an Ford gebunden. 106 1998 brach bei Kiekert aufgrund von Computerproblemen die Produktion und Lieferung von Zulieferteilen fUr Ford zusammen, wobei diese Situation vertraglich offensichtlich nicht ausreichend geregelt war. Die Tatsache, daB nur die Produktion von Teilen fUr Ford unterbrochen wurde, die fUr andere Automobilhersteller hingegen nicht, fiihrte zu dem Verdacht, daB Kiekert Druck auf die laufenden Vertragsverhandlungen ausfiben wollte.

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